Dr. Christoph Berndt

Wahlkreis 28 - Dahme-Spreewald III

Die wenigsten werden mich kennen, denn ich bin kein Berufspolitiker. Ich bin 62 Jahre, Labormediziner und habe über 30 Jahre an der Charité gearbeitet, zehn davon als Personalratsvorsitzender. Ich wohne in dem Dorf Sagritz, das wie sein Nachbarort Zützen zu Golßen gehört. 

2015 wurden in Zützen mehr als 100 Asylanten untergebracht. Von den Plänen dazu erfuhr ich im März 2015 und seither hat sich mein Leben verändert. Mit der Bürgerinitiative „Pro Zützen“ versuchten wir, die Verantwortlichen zu überzeugen, dass es keine gute Idee ist, eine große Asylbewerberunterkunft in einem Dorf einzurichten. Wir wurden nicht ernst genommen. So lernten wir, daß wir vom Sofa müssen, wenn wir unser Land und unsere Identität nicht verlieren wollen. 

Deshalb haben wir den Verein „Zukunft Heimat“ gegründet, dessen Sprecher ich bin. Der Verein organisiert Demonstrationen, sammelt für wohltätige Zwecke, veranstaltet Dorffeste und hat den Cottbuser Bürgertreffpunkt „Mühle“ mit auf den Weg gebracht. „Zukunft Heimat“ ist gelebte Bürgerbewegung. Als eine Stimme der Bürgerbewegung bin ich in der AfD bestens aufgehoben, denn die AfD wird nur als Teil einer Volksbewegung erfolgreich sein. Ich kandiere für den Landtag, weil wir die Parlamente nicht den Parteien überlassen dürfen, die unsere Heimat und uns als Volk geringschätzen.

Diese Geringschätzung zeigt sich nicht nur in der Migrationspolitik. Sie zeigt sich in der sinnlosen Zerstörung unserer Landschaft durch Windräder, im Niedergang unseres Bildungssystems, das vielen Kindern weder Lesen noch Rechnen vermittelt, im wachsenden Armutsrisiko vor allem junger Brandenburger, im bedrohlichen Krankenstand einer kaputtreformierten Polizei, in der bürgerfeindlichen Konzeption der gescheiterten Kreisgebietsreform oder in der achselzuckenden Verschwendung von Milliarden für den BER. 

Die seit Jahrzehnten dominierenden Parteien – CDU, SPD, Linke, Grüne, FDP – haben sich „den Staat zur Beute gemacht“ (Hans Herbert von Arnim). Sie arbeiten – teils offiziell, teils informell – zusammen und sind dabei längst verwechselbar geworden. Auch in Brandenburg.

Mit der AfD gibt es eine echte Alternative zu diesem Kartell! Neben vielen Einzelforderungen unterscheidet die AfD vor allem eins: Sie nimmt uns als Volk ernst. Gleich im ersten Punkt ihres Wahlprogramms geht es um mehr demokratische Teilhabe der Bürger. Die Hürden für Volksbegehren sollen gesenkt und nach Schweizer Vorbild „fakultative Refenden“ eingeführt werden, mit denen beschlossene Gesetze über Volksabstimmungen kassiert werden können. 

Mit dem tatsächlichen Respekt – nicht dem Lippenbekenntnis – vor dem Bürger als Souverän stellt sich die AfD in die Tradition der Friedlichen Revolution von 1989. Wählen gehen lohnt sich wieder, liebe Nichtwähler! Als stärkste Fraktion im Landtag könnte die AfD auch über Brandenburg hinaus Impulse geben, damit sich die Politik wieder auf die besinnt, denen das Land laut Grundgesetz gehört – auf uns, die Bürger.

Wir sind in ein funktionierendes Gemeinwesen geboren worden. Lassen Sie uns dazu beitragen, dass es nicht weiter zerfällt, sondern erhalten und wo verloren wiederhergestellt wird. 

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Geburtsjahr:
1957
Beruf:
Labormediziner
Wohnort:
Sagritz